München, September 2014

 

nws 2014 10

"Die aktuelle Buchpräsentation „Gerd Käfer´s Wiesn-Schmankerl“ mit dem stolzen Autor und dem zufriedenen Verleger,
Herrn Franz-Christoph Heel“, im Münchner Augustiner-Keller bei Petra & Christian Vogler

München, Juni 2014

 

Auch im Jahr 2014 zeichnete eine zweistufige Expertenjury jeweils fünf Bücher in fünf Kategorien aus, die ab sofort das
Prädikat »Die schönsten deutschen Bücher« tragen dürfen. 803 Bücher von 383 Einsendern lagen der Jury zur Begutachtung
vor. 83 Bücher, die nach ausführlicher Diskussion in den letzten Abstimmungsrunden nicht die erforderliche Mehrheit erzielen
konnten und knapp ausschieden, werden auf der Shortlist gewürdigt. Alle Auszeichnungen sind undotiert. »Die schönsten
deutschen Bücher« sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung. Im Folgenden die »25 Schönsten« des Jahres:
 das allerletzte Marc Ritter, Tom Ising
Das Allerletzte
Was Sie schon immer über den Tod wissen wollten.
Riemann Verlag / VG Random House, München
Abbildungen: Bradley Jay
Satz und Gestaltung: Stephanie Ising, Tom Ising /
Herburg Weiland, München
Druck und Buchbindung:
Print Consult GmbH, München
Herstellung: Christian-Achim Bachmaier /
Riemann Verlag / VG Random House, München
ISBN: 978-3-570-50158-0
Preis: 22,99 Euro

Der Tod ist das Allerletzte – und offensichtlich ein ergiebiger Stoff für dieses originelle Nachschlagewerk! Es animiert den
Leser, die Grenzwertigkeit seiner Gedanken über den Tod zu überschreiten – ja, es sollte ein schönes Buch sein. Nicht, weil der
Tod eine schöne Sache wäre, sondern um den eigenen Gedanken statt zur Verzweiflung zur Würde zu verhelfen.
Der feste Einband ist als Halbgewebedecke gefertigt, bei der aber etwas quer läuft; denn statt des dabei üblichen Geweberückens
bezieht das Gewebe die gesamte Deckenbreite in Höhe des oberen Drittels, der Papierbezug wirkt wie eine festgeklebte
Bauchbinde. Die Illustrationen in Punktiertechnik, der Manier wissenschaftlicher Zeichnung, bringen Lesers Erwartungen
in einen Schwebezustand: Sachliches wie Erzählerisches mag nun kommen. So kommt es auch. Neben den funktionalen und
gleichermaßen unterhaltsamen Zeichnungen sind Fotografien aus Kultur- und Alltagsgeschichte satt und tonwertreich auf das
mattsaugende Buchpapier gedruckt; elementar typografierte Aufzählungen und Tabellen tragen weiterhin zur Auflockerung
des dennoch als Lesebuch konzipierten Ganzen bei. Wenn man möchte, lässt sich die Schriftmischung so deuten: Eine völlig
klassische, gut aufrecht stehende und wunderbar lesbare Serifenschrift, die an barocke Zeiten erinnert, in denen die Darstellung
von Morbidität in höchsten Kunstformen verfeinert wurde, wird kombiniert mit einer halbfetten Grotesk für Überschriften und
Auszeichnungen – in ihren hohen Oberlängen und bauchigen Versalien eine Reminiszenz an den Neuschöpfungswillen der
1920er und -30er Jahre.

Dies Buch gewährt vielleicht manchem einen vorweggenommenen Trost, da es doch so viel Interessantes auf solch elegante
Weise über den Tod zu erfahren gibt, als dass mit ihm bloß alles vorbei sei. Es möge nicht unsere allerletzte Lektüre sein!

München, September 2017

 

Irgendwo in der Mitte des Wälzers wird aufgeschlagen. »Ich kann alles werden, was ich will«, tönt die Sprechblase aus dem Froschlaich. Die Kaulquappen, mit dickem Filzer gezeichnet, werden immer größer. Bis sich am rechten Bildrand der Frosch enttäuscht aus dem Teich rafft: »Mist«.

Es ist ein Tier-Bestimmungsbuch, wie es bescheiden auf dem Einband heißt. Aber irgendjemand hat der schönen Stockente eine Sprechblase dazugeschrieben. Naja, wahrscheinlich doch eher ein Scherzbuch. Auf dem Vorsatz geht’s sofort weiter mit dem Ulk: Auch die bunten Silhouetten im Grundschulstil sind mit Ausrufen versehen wie: »Hier stinkts« oder »Aaaahh!«. Und dann noch Punktpunktkommastrichgesichter draufgesetzt. Also nein.
Auch auf den knalligen Kapitelanfangsdoppelseiten prangen Prototypen kecker Kinderzeichnungen. Selbst in die – wenigen – ordentlich aus der fetten Akzidenzgrotesk gesetzten Texte hat doch einer einfach reingekritzelt. Eine Persiflage auf Brehms Tierleben?
Und dann entfaltet sich auf den Tafelseiten ganz traditionell die ganze Pracht der Fliegen, Schnaken, Mücken, Kreuzottern, Falken Spechte, Enten und weiteren vielleicht 300 hinreißend gemalten Tieren. Das ist dermaßen fesselnd, weil der freche Künstler nur so tut: indem er sich so sehr in kindliche Malweisen einfühlt und gleichzeitig absolut treffsicher das Markante der Formen und Farben wiedergibt.

Maria Sibylla Merian wäre sehr gerührt.

oh ein tier klein

Felix Bork
Oh, ein Tier!
Bestimmungs-Buch
Bastei Lübbe, Köln

Schrift und Auszeichnungen: Theinhardt

Gestaltung/Typografie und Einbandgestaltung: Felix Bork

Satz: Eric Dannebaum

Reproduktion/Bildbearbeitung: Repro Schmitz, Kommunikationsservice AG, Köln
Druck und Buchbindung: Print Consult GmbH, München
Druckverfahren: Offset
Herstellung: Rainer Schäfer, Bastei Lübbe AG, Köln
ISBN: 978-3-8479-0633-9
Preis: 28,00 Euro

Frankfurt, den 13.10.2012

Unsere Buchpräsentation für den HEEL Verlag "Hier kocht der Mops" mit dem zufriedenen Koch Gerd Käfer

Frankfurt, den 11.10.2012 

Mit Peter Bursch auf der Frankfurter Buchmesse gerockt anlässlich der Buchproduktion seines "Gitarrenbuches"